
Über mich
Ich war nicht der typische Karrieremann. Und das war meine Stärke.
Ich habe bei Zurich Schweiz als Rechtsanwalt und Schadenspezialist angefangen und war über meinen Job hinaus aktiv: Ich wirkte in der Mitarbeiterkommission und im firmeninternen Frauennetzwerk mit. Zudem engagierte ich mich politisch in der Grünliberalen Partei als Mitglied des Stadtparlaments und der Finanzkommission von Zürich. Gemeinsam mit anderen gründete ich zwei Non-Profit-Organisationen zur Förderung von Gleichberechtigung (WE/MEN) und politischer Partzipation (GLP Lab). Themen, die mir wichtig sind.
Als intern eine neue Stelle entstand – Head of Public Affairs Zurich Schweiz – bewarb ich mich. Im Gespräch mit dem CEO sagte ich, was ich mitbringe. Und was ich brauche: einen Tag pro Woche für meine Kinder. Er hat Ja gesagt. Das war 2015. Während die Politik bis heute über Vereinbarkeit von Familie und Beruf streitet, lebte ich es mit meiner Partnerin – und es gelang mir trotzdem eine Karriere. Genau deshalb, weil es nicht der Norm entsprach.
Zum Start meiner Selbstständigkeit 2023 fing ich an, E-Gitarre zu spielen. Nicht weil ich gut darin bin. Sondern weil Neugier keine Altersgrenze kennt und Musik schon mein ganzes Leben lang meine Leidenschaft war.
Wer ausspricht, was ihm wichtig ist, überzeugt.
Viele CEOs und Führungspersonen spüren es. Dass alte Führungskonzepte und Glaubenssätze nicht mehr tragen. Dass Normen, denen sie sich jahrelang untergeordnet haben, weder für sie noch für ihre Organisationen stimmig und gesund sind. Dass es so nicht weitergehen kann.
Führungspersonen, die diesen Moment nicht verdrängen, sondern aktiv gestalten, treffen bessere Entscheidungen, verstehen ihre Kund:innen und schaffen in ihren Organisationen die Strukturen und Kulturen, die innovativer, nachhaltiger und menschlicher sind. Male Allyship ist keine Frage der Haltung allein, es ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Dafür stehe ich ein – als Coach, Sparringspartner und Mitgründer der Plattform allyship.ch.
Was mich dabei trägt, ist nicht nur eigener Mut. Es ist auch Demut und die richtigen Menschen an der Seite. Mit machtgemeinsam.de baue ich ein Netzwerk mit auf, das interdisziplinär, multiperspektivisch und über Landesgrenzen hinweg zusammenarbeitet. Menschen, die spüren, was gerade passiert. Die es aushalten. Und die konsequent lösungs- und zukunftsorientiert handeln – für mehr Gerechtigkeit, für Demokratie, für die nächsten Generationen. Für echte Veränderung.
Was am Ende bleibt?
Am Ende bleibt eine Frage. Nicht die nach dem nächsten Quartalsbericht. Nicht die nach dem perfekten Konzept. Sondern die, die Bronnie Ware in ihrem Buch «5 Dinge, die Sterbende bereuen» immer wieder hörte: Hätte ich mir selbst treu geblieben? Hätte ich nicht so viel gearbeitet? Hätte ich ausgesprochen, was ich wirklich fühlte?
Diese Fragen treiben mich an. In jedem Gespräch. Und im eigenen Leben.
Neugierig geworden? Lassen Sie uns miteinander sprechen.
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